Fiktive Modellfirma im AI-PA Bildungskontext — keine echte Marke
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Geschäftsführer

Frank
Böhmer

Frank Böhmer führt Boxenwerk in zweiter Generation und hat den Betrieb vom bergischen Dreherei-Handwerk zum Motorsport-Zulieferer entwickelt. Als Hobby-Rennfahrer kennt er die Strecke ebenso gut wie die Werkhalle und ist morgens meist der Erste an der Kaffeemaschine neben der Fräserei.

Frank Böhmer
Alter 59
Background Ausbildung zum Zerspanungsmechaniker im elterlichen Betrieb · Techniker-Weiterbildung Maschinenbau an einer Abendschule · Jahre als Amateur-Rennfahrer im regionalen Clubsport · Übernahme der Geschäftsführung von seinem Vater Werner Mitte der 2000er
Seit 1990
Direktreports 5
Team 140 Mitarbeitende gesamt, 5 direkte Führungskräfte
Background

Wer ist Frank Böhmer?

Frank Böhmer wuchs zwischen Drehbänken auf: Sein Vater Werner gründete Boxenwerk 1987 als klassische Dreherei für den bergischen Werkzeugbau, und Frank lernte den Beruf von der Pike auf. Nach Ausbildung und Techniker-Weiterbildung stieg er 1990 fest in den Betrieb ein. Seine Leidenschaft für den Rennsport brachte 2003 den ersten Motorsport-Auftrag — 200 Radmuttern für ein Nachwuchsteam — und damit die Wende zum Präzisionsfertiger. Heute ist die 1,9-Sekunden-Boxenstopp-Radmutter das Aushängeschild des Hauses.

Böhmer ist ein Handwerker mit Unternehmerblick: bodenständig, direkt und im Zweifel lieber selbst an der Maschine als im Meeting. Er entscheidet schnell, verlangt Verbindlichkeit und misst Qualität an der Zehntelsekunde — sein Lieblingssatz ist, dass ein Teil entweder passt oder nicht, dazwischen gibt es nichts. Gegenüber seiner Tochter Lena und ihren Digitalisierungsplänen ist er neugierig, aber vorsichtig: Er will Beweise sehen, bevor er Gewohntes aufgibt.

Als geschäftsführender Gesellschafter verantwortet Frank die strategische Ausrichtung, die großen Kundenbeziehungen und den Generationswechsel im Haus. Er trägt das margenstarke Express-Geschäft mit und weiß, dass jeder Wochenendauftrag Fertigung, QS und den Transport über GridHaul perfekt orchestrieren muss. Beim KI-Assistenten Hermes ist er der kritische Prüfstein: Er lässt sich von seiner Tochter zeigen, wo Hermes bei Angeboten und Qualitätsdokumentation wirklich Zeit spart — und erwartet, dass die Zahlen am Ende stimmen.

„Ein Teil, das auf die Zehntelsekunde passt, entsteht nicht aus Bauchgefühl — sondern aus Disziplin, die ich jeden Tag vorlebe.“

— Frank Böhmer, Geschäftsführer

Pain Points

Was Frank nachts wach hält

01 · Generationswechsel absichern

Frank steht vor der Aufgabe, den Betrieb an die nächste Generation zu übergeben, ohne die Substanz zu gefährden. Seine Tochter Lena treibt die Digitalisierung, während Betriebsleiter Klaus Reuter auf Bewährtem beharrt — und Frank sitzt zwischen den Stühlen. Er will Neues zulassen, aber nicht die Zuverlässigkeit riskieren, die Boxenwerk seinen Kunden über Jahrzehnte aufgebaut hat. Diese Balance kostet ihn viel Kraft.

02 · Abhängigkeit vom Express-Geschäft

Das Wochenend-Express-Geschäft ist mit rund 15 Prozent Umsatz die profitabelste Sparte — und gleichzeitig das größte Klumpenrisiko. Wenn ein Team wie Velox Racing freitags anruft, hängt der Ruf des Hauses an einer perfekt getakteten Kette aus Fertigung, Prüfung und Transport. Fällt eine Maschine oder ein Mitarbeiter aus, ist Frank oft selbst mitten in der Nacht am Telefon. Er sucht nach Wegen, dieses Geschäft belastbarer zu machen, ohne die Marge zu verlieren.

03 · Wissen hängt an Köpfen

Zu viel Erfahrung steckt in den Köpfen langjähriger Mitarbeitender statt in dokumentierten Prozessen. Welches Werkzeug bei einem kniffligen Teil zuletzt funktioniert hat, weiß oft nur ein einzelner Fräser wie Timur Aksoy. Wenn jemand in Rente geht oder krank wird, fehlt dieses Wissen von einem Tag auf den anderen. Frank treibt um, wie sich dieser Erfahrungsschatz sichern und teilen lässt, bevor er verloren geht.

04 · Angebote binden zu viel Zeit

Täglich landen 30 bis 50 Anfragen mit Zeichnungen im Haus, und die Erstsichtung frisst dem Vertrieb den halben Tag. Frank sieht, wie Sven Ostermann und sein Team zwischen dringenden Kalkulationen und laufender Kundenbetreuung zerrieben werden. Dadurch bleiben lukrative Anfragen manchmal zu lange liegen oder werden zu grob geschätzt. Er will schneller und präziser reagieren, ohne dafür ständig neue Leute einstellen zu müssen.

05 · Qualität lückenlos beweisen

Bei sicherheitsrelevanten Teilen gilt die 100-Prozent-Prüfpflicht, und jeder Messwert muss rückverfolgbar dokumentiert sein. Noch werden viele Prüfprotokolle manuell in Excel übertragen — ein Tippfehler kann eine Reklamation oder im schlimmsten Fall einen Rückruf auslösen. Für Frank ist die lückenlose Dokumentation kein Papierkram, sondern die Grundlage des Vertrauens seiner Kunden. Er verlangt hier null Fehler und weiß, wie fragil ein manueller Prozess ist.

06 · Nähe zur Halle bewahren

Je größer Boxenwerk wird, desto mehr Zeit verbringt Frank mit Zahlen, Verträgen und Grundsatzentscheidungen statt an der Maschine. Er merkt, dass ihm der direkte Draht zur Fertigung wichtig ist, um Probleme früh zu spüren. Gleichzeitig kann er nicht überall gleichzeitig sein, und Delegieren fällt einem Praktiker wie ihm schwer. Er sucht Wege, den Überblick zu behalten, ohne sich in jedes Detail einzumischen.

Ziele

Was Frank erreichen will

Express-Geschäft von 15 % auf 20 % Umsatzanteil ausbauen, ohne dass die Qualität leidet

Firmenwissen (Material, Werkzeug, bewährte Lösungen) in einem durchsuchbaren Speicher sichern, den auch die nächste Generation nutzt

Angebots-Durchlaufzeit halbieren, damit kein margenstarker Auftrag mehr an der Reaktionszeit scheitert

Den Betrieb behutsam an KI heranführen: Hermes als Alltagshelfer etablieren, nicht als Bedrohung für erfahrene Facharbeiter

Verantwortung

Was Frank steuert

  • Gesamtverantwortung für Strategie, Ergebnis und Fortbestand des Familienunternehmens
  • Pflege der wichtigsten Kundenbeziehungen, insbesondere der Rennteams und des Express-Geschäfts
  • Führung der fünf Direktreports: Vertrieb (Sven Ostermann), Betrieb/Fertigung (Klaus Reuter), Qualität (Ingrid Sasse), Einkauf (Paul Wenzel), Kaufm. Leitung (Georg Lindner)
  • Gestaltung des Generationswechsels gemeinsam mit Juniorchefin Lena Böhmer
  • Grundsatzentscheidung, wo im Betrieb KI wie Hermes eingesetzt wird — und wo der Mensch die Verantwortung behält (jedes sicherheitsrelevante Teil bleibt in Menschenhand)
  • Wahrung der Firmenkultur: Handschlag-Qualität in einer digitaler werdenden Welt
Workshop

Welche Übungen Franks Alltag lösen

Express-Auftrags-Orchestrierung

Leitfall — Benachrichtigungskette zwischen Anja Fromm (Innendienst), Fertigung, QS und dem Transportpartner GridHaul strukturieren

Wissensspeicher

„Welches Material/Werkzeug haben wir bei Teil X zuletzt verwendet?" — Erfahrungswissen sichern, bevor es in Rente geht

Angebots-Assistent

Erstkalkulation aus Zeichnungsdaten entwerfen lassen, damit der Vertrieb schneller reagiert

Change-Management

Wie führe ich als Chef ein KI-Werkzeug ein, ohne erfahrene Facharbeiter wie Klaus Reuter zu verlieren?

Mensch-Agent-Grenze

Festlegen, wo Hermes entwirft und wo der Mensch bei sicherheitsrelevanten Teilen zwingend prüft und finalisiert