20 automatisierte Cronjobs, die Boxenwerk im Hintergrund am Laufen halten — je Rolle und echter Herausforderung, mit Skills und Bundles. Kein Code, nur Zeitplan plus Auftrag.
In jeder Firma wiederholt sich enorm viel Arbeit — jeden Tag, jede Woche: Reports zusammenstellen, Leads sichten, Zahlen prüfen, an Termine erinnern, den Markt beobachten. Diese Aufgaben sind wichtig, aber sie fressen Zeit, passieren spät oder werden vergessen.
Genau hier setzt Automatisierung an. Statt jede Routine von Hand anzustoßen, gibst du sie einmal als Auftrag mit Zeitplan an deinen Agenten ab — und ab dann läuft sie von selbst, pünktlich und zuverlässig. Aus einem Assistenten für eine Frage wird so ein unermüdliches Hintergrund-Team für die ganze Firma.
Das ist der eigentliche Sprung: nicht „der Agent hilft mir bei einer Aufgabe", sondern „der Agent hält den Betrieb im Hintergrund am Laufen", während die Menschen an dem arbeiten, wofür man Menschen braucht — Strategie, Kreativität, Beziehungen.
Diese Seite macht das an Boxenwerk greifbar: 20 fertige Automatisierungen quer durch alle Abteilungen — von der CEO-Frühwarnung über Sponsoring-Priorisierung und Content-Vorbereitung bis zu Finanz-Reports, CRM-Pflege und 24/7-Krisen-Monitoring. Jede ist an eine echte Rolle und ihre konkrete Herausforderung gekoppelt, damit du siehst: So fühlt sich eine automatisierte Firma an.
Was du hier findest:
Du musst nichts programmieren. Ein Cronjob ist am Ende nur zwei Dinge: ein Zeitplan und ein Auftrag.
Ein Cronjob ist ein wiederkehrender Auftrag, der zu einer festen Zeit von selbst läuft — wie eine Zeitschaltuhr für deinen Agenten. Du sagst einmal „Mach das jeden Montag um 7 Uhr", und ab da erledigt Hermes es ohne dich.
Der Unterschied zum normalen Prompt: Du musst nicht mehr daran denken und nichts mehr anstoßen. Der Agent wacht zur richtigen Zeit auf, macht seine Aufgabe und schickt dir das Ergebnis — per Datei, in den Chat oder als Telegram-Nachricht.
Genau das macht aus einem hilfreichen Assistenten einen Mitarbeiter im Hintergrund: Reports, Recherchen, Erinnerungen und Kontrollen laufen automatisch, während du an den wichtigen Dingen arbeitest.
Ein Zeitplan hat fünf Felder: Minute · Stunde · Tag · Monat · Wochentag. Ein * heißt „jeder". Du musst das nicht auswendig können — hier die Muster, die du zu 90 % brauchst:
| Wann | Cron-Ausdruck | Gelesen als |
|---|---|---|
| Jeden Tag 7:00 | 0 7 * * * | Minute 0, Stunde 7, jeden Tag |
| Werktags 18:00 | 0 18 * * 1-5 | Montag–Freitag (1–5) |
| Jeden Montag 6:30 | 30 6 * * 1 | Wochentag 1 = Montag |
| Alle 15 Minuten | */15 * * * * | alle 15 Minuten rund um die Uhr |
| 1. jeden Monats 8:00 | 0 8 1 * * | Tag 1 im Monat |
| Freitag 16:00 | 0 16 * * 5 | Wochentag 5 = Freitag |
Merksatz: Von links nach rechts wird der Zeitraum größer — Minute, Stunde, Tag, Monat, Wochentag. Im Zweifel gibt der Trainer dir den fertigen Ausdruck.
Im Zeitplan rufst du keinen langen Text auf, sondern einen fertigen Skill (/name) oder ein Bundle (mehrere Skills als feste Kette). So bleibt der Cronjob kurz und zuverlässig.
So sieht der Grundaufbau aus — einmal als einzelner Skill, einmal als Bundle:
Alle laufenden Zeitpläne siehst du jederzeit mit hermes cron list --all, den Status mit hermes cron status.
Die Geschäftsführung braucht keine Rohdaten, sondern Entscheidungen und Frühwarnungen — pünktlich, kurz, verlässlich. Diese Cronjobs nehmen Sarah und Thomas den Bottleneck ab.
Zwölf Athleten, vier Kanäle, drei Länder — hier entstehen die meisten Handgriffe. Diese Cronjobs halten Stimme, Qualität und Takt stabil, ohne dass jemand nachts schneidet.
Lange Zyklen, Lead-Fluten, veraltete Daten. Diese Cronjobs priorisieren automatisch und halten die Pipeline sauber.
Doppelt so viele Events ohne doppeltes Team — nur mit Standards und Automatisierung.
Kultur, Krisenreaktion und Agenten-Ordnung — auch das läuft im Hintergrund mit.
Du brauchst keine 20 auf einmal. Fang mit einem an, der dir jede Woche Zeit spart — das Weekly-KPI-Dashboard ist der Klassiker.
hermes cron add "0 8 * * 1" "/dein-skill …".hermes cron list --all, ob er eingetragen ist.Vier kleine Übungen, um das Gelernte festzuhalten — ganz ohne Programmieren. Du sollst nichts von Grund auf tippen, sondern verstehen, zuordnen, entscheiden und einen Wert anpassen.
Jede Übung ist ein eigener Block mit aufklappbarer Lösung. Versuch es erst selbst, dann klapp die Lösung auf. Dein Trainer kann dir auch sagen: „Mach doch mal Übung C."
Ziel: ein Gefühl für Zeitpläne bekommen — nichts schreiben, nur zuordnen.
Welcher Zeitplan (1–3) passt zu welcher Bedeutung (a–c)? Denk dran: die fünf Felder sind Minute · Stunde · Tag · Monat · Wochentag, ein * heißt „jeder".
| Nr. | Zeitplan | Bedeutung | |
|---|---|---|---|
| 1 | 0 8 * * 1 | → | a) alle 15 Minuten |
| 2 | */15 * * * * | → | b) werktags um 18 Uhr |
| 3 | 0 18 * * 1-5 | → | c) jeden Montag um 8 Uhr |
Ziel: den Nutzen auf deinen eigenen Alltag übertragen — reine Denkübung, keine Technik.
Schreib dir drei Aufgaben auf, die sich bei dir jede Woche wiederholen (z. B. „Montagsbericht", „Posteingang sichten", „Zahlen prüfen"). Beantworte für jede zwei Fragen:
Ziel: den Unterschied zwischen Skill (eine Sache) und Bundle (mehrere Schritte nacheinander) erkennen.
Ist die Aufgabe je ein Schritt oder mehrere?
Ziel: ein Erfolgserlebnis — du erfindest nichts, du änderst nur einen einzigen Wert.
Hier ist ein fertiger Befehl von dieser Seite. Kopier ihn und ändere nur die Uhrzeit von 8 auf 9 Uhr — das ist die zweite Zahl im Zeitplan.
Und die Kontrollfrage danach: Mit welchem Befehl prüfst du, ob dein Cronjob wirklich eingetragen ist?
Automatisierung heißt nicht Kontrollverlust. Drei Regeln halten deine Cronjobs im Griff:
hermes cron list --all zeigt alle Zeitpläne, hermes cron status den letzten Lauf. So weißt du jederzeit, was im Hintergrund läuft.