Background
Wer ist Sven Ostermann?
Sven kam ursprünglich aus dem Handel, hat aber früh gemerkt, dass ihm die Nähe zum Produkt fehlt, und wechselte über die Technikerschule in die Zerspanung. Nach Jahren im Außendienst eines Sondermaschinenbau-Zulieferers und einer Vertriebsleitung in einer kleineren Dreherei holte ihn Frank Böhmer 2009 an Bord, als Boxenwerk das Motorsportgeschäft ausbauen wollte. Seitdem hat er den Vertrieb von einem reinen Auftragsabwicklungs-Team zu einer echten Kundenschnittstelle entwickelt. Die sechs Rennteams als Kundenstamm sind zu großen Teilen sein Werk.
Sven ist ein Beziehungsverkäufer der alten Schule — er merkt sich, welcher Einkäufer welchen Kaffee trinkt, aber er rechnet auch bis auf die zweite Nachkommastelle genau. Unter Druck bleibt er ruhig und sortiert laut, das schätzen die Kollegen an ihm. Was ihn auf die Palme bringt: unklare Zusagen und Termine, die nicht abgestimmt sind. Er sagt lieber einmal ehrlich Nein zu einem Express-Wochenende, als zweimal einen Kunden zu enttäuschen.
Heute steht Sven zwischen Anspruch und Kapazität: Die Teams wollen Verbindlichkeit, die Fertigung will Planbarkeit, und beides muss er im Angebot zusammenbringen. Mit Hermes lässt er inzwischen eingehende Anfragen vorsortieren und Erstkalkulationen entwerfen, damit sein Team nicht den halben Tag mit Sichten verbringt. Er sieht den Agenten nüchtern als Werkzeug, das ihm Zeit für das zurückgibt, was er am besten kann — mit Menschen reden. Bei Lena Böhmers Digitalisierungsvorstößen ist er der pragmatische Verbündete, der fragt: Bringt das dem Kunden etwas, oder ist es nur schön?