Aylin Demir hat am KIT Wirtschaftsingenieurwesen studiert und bei Bosch die Digitalisierung von Fertigungsprozessen begleitet — bis sie merkte, dass die spannenderen Probleme im Mittelstand liegen. Als CDO eines Familienunternehmens mit 800 Mitarbeitern hat sie vier Jahre lang selbst verantwortet, was sie heute berät: Digitalisierung ohne Konzernbudget, ohne Digital-Labs, ohne hundert Data Scientists.
Ihre wichtigste Erkenntnis aus dieser Zeit: Der Mittelstand hat kein Erkenntnisproblem, sondern ein Priorisierungsproblem. Jeder weiß, dass digitalisiert werden muss — aber niemand kann sicher sagen, welcher der vierzig möglichen Ansatzpunkte zuerst dran ist. Beratermappen mit 120-Folien-Roadmaps helfen nicht; was hilft, ist ein ehrlicher Blick auf Prozesse, Daten und Quick Wins.
Mit dem Prometheus-Agenten hat sie diesen Blick systematisiert: Er unterstützt Digital-Audits, bewertet Prozesse nach Digitalisierungspotenzial und Aufwand und hält die Roadmap aktuell, wenn sich Prioritäten verschieben. Im Boxenwerk-Workshop bauen Geschäftsführer und Digitalverantwortliche ihren eigenen Prometheus — und lernen dabei nebenbei das mächtigste Digitalisierungswerkzeug überhaupt kennen: den KI-Agenten selbst.