Sebastian Falk kommt aus der Erwachsenenbildung und hat seine Karriere dem Thema gewidmet, das in Sonntagsreden ganz oben und in Budgets ganz unten steht: Entwicklung. Er hat L&D-Abteilungen geleitet, eine Corporate Academy aufgebaut und dabei zugesehen, wie Lernplattformen mit tausend Kursen gekauft wurden — und die Abschlussquoten im einstelligen Prozentbereich blieben.
Seine Diagnose ist ernüchternd und befreiend zugleich: Es fehlt nicht an Inhalten, sondern an Passung und Timing. Menschen lernen, wenn es relevant ist — vor der neuen Rolle, nach dem schwierigen Projekt, im Moment der Wissenslücke. Ein Jahresgespräch und ein Kurskatalog treffen diesen Moment nie. Ein System, das Skills kennt und den Kontext sieht, trifft ihn fast immer.
Genau dieses System baut er mit dem Mentor-Agenten: Skill-Profile, die aktuell bleiben, Lernpfade, die zur echten Aufgabe passen, Feedback-Vorbereitung für Führungskräfte. Im Boxenwerk-Workshop bauen Talent- und L&D-Manager ihren eigenen Mentor — und erproben ihn an der Modellfirma, deren schnell wachsende Teams Skills schneller brauchen, als klassische Trainingskataloge liefern können.